Speiseeiszubereitung Grundlagen

Eis ist lecker, cremig und erfrischend – und damit der perfekte Begleiter für warme Sommertage… oder in Kombination mit einer warmen Frucht-, Schokoladen- oder Karamellsosse ein echter Geheimtipp für die kalte Jahreszeit.

Nun gibt es natürlich die Möglichkeit, für die rechtzeitige Nachschubbeschaffung regelmäßig in den Supermarkt zu gehen oder bei der Lieblingseisdiele um die Ecke vorbeizuschauen. Aber wie wäre es, Speiseeis einmal selbst herzustellen?

Das ist nicht nur problemlos machbar, sondern auch eine gute Idee für alle Allergiker, Kalorienzähler, Experimentierfreudigen oder diejenigen, die hochwertige Zutaten ohne überflüssige Zusatzstoffe in ihrem Eis verarbeitet wissen wollen. Mit welchen Hilfsmitteln es am besten zu Hause funktioniert? Hier ein paar Grundlagen.

Eis selber machen mit der Eismaschine

Hierbei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Modelltypen: Auf der einen Seite die Eismaschinen mit Kühlbehälter auf der anderen die Varianten mit Kompressor.

Der Unterschied liegt darin, dass der Kühlbehälter einer ‚einfachen‘ Eismaschine vor der Eisherstellung zunächst meist 12 bis 24 Stunden im Gefrierfach vorgekühlt werden muss – und eine Eismaschine mit Kompressor die Form selbst kühlt.

Daraus ergeben sich verschiedene Vorteile: Modelle mit Kühlbehälter sind meist platzsparend, leise und schon für weniger als 100 € zu haben; Exemplare mit Kompressor bestechen durch die Zeitersparnis und die Möglichkeit, mehrere Sorten an einem Tag zuzubereiten.

Der Herstellungsprozess an sich ist jedoch bei beiden Arten der Gleiche: Die Zutaten werden gleichmäßig miteinander vermengt, in die Kühlschüssel gegeben und der Maschine zum Rühren überlassen. Sobald das Eis (nach meist einer guten halben Stunde) fertig ist, kann man die Köstlichkeit geniessen.

Eis selber machen ohne Eismaschine

Auch ohne ein entsprechendes technisches Gerät muss man nicht auf das eine oder andere Eis verzichten, im Gegenteil: Es gibt verschiedene Grundideen – klassisches Eis, Eis am Stiel, Parfait, Sorbet oder Granité… welche darf es sein?

Das klassische Eis besteht aus Sahne und Milch (Verhältnis 1:1), die mit Zucker aufgekocht werden. Anschließend kommen die gewünschten weiteren Zutaten hinzu und werden mit Ei abgebunden. Das Ganze lässt man in einer Schüssel gefrieren und rührt es für eine schöne Konsistenz mindestens jede halbe Stunde gründlich um. Je häufiger und gründlicher man rührt, desto kleiner werden die Eiskristalle und die Cremigkeit steigt.

Ähnlich einfach funktioniert Eis am Stiel: Hierzu füllt man die entsprechende Masse, für Wassereis auch Fruchtsaft oder -püree, in kleine Plastik- oder Silikonförmchen und gibt diese ins Eisfach. Sobald das Eis zu frieren beginnt, steckt man Stiele zum späteren Anfassen hinein und wartet mindestens vier weitere Stunden, bis das Eis fest ist.

Eine weitere, gleichermaßen praktische wie elegante Lösung ist das Parfait: Aufgrund seiner cremigen Gundkonsistenz, die auf cremig geschlagenem Ei und steif geschlagener Sahne beruht, muss man es nicht wie das ’normale‘ Speiseeis während des Gefriervorgangs durchmischen. Dafür ist es vom Schmelz her nahezu nicht zu überbieten – und schmeckt besonders gut, wenn es vor dem Servieren ein wenig antauen durfte.

Fruchtig-frisch, weil ohne Milch oder Sahne zubereitet, kommt das Sorbet daher. Für ein leckeres Dessert reicht es, einige Früchte mit etwas Saft zu pürieren, mit Zucker zu mischen und für einige Stunden einzufrieren. Damit das Sorbet cremig wird, sollte man es natürlich in regelmäßigen Abständen umrühren. Auch hier gilt, je häufiger und gründlicher gerührt wird, desto kleiner und angenehmer werden die Eiskristalle. Die Granita (oder Granité) hingegen zeichnet sich durch größere Eiskristalle aus. Sie ist grobkörniger als das Sorbet, wie ihr Name (grano = Korn) bereits verrät.

Mit Ausnahme der Granita, dem Eis am Stiel und dem Parfait profitieren jedoch alle anderen Eissorten von der Verwendung einer Eismaschine. Die Konsistenz und Cremigkeit werden durch das beständige Abschaben der Eiskristalle vom Rand des Kühlbehälters deutlich besser als beim gelegentlichen Umrühren mit der Hand.

Fazit: Speiseeis selbst machen ist kein Hexenwerk, sondern mit etwas Zeit und Muße eine willkommene Abwechslung auf der Nachtischkarte!

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